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Aus der High-Tech-Konserve

Von Christina Böck

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Der Tag rückt näher: Am
21. Oktober 2015 landet Marty McFly in "Zurück in die Zukunft" per Zeitmaschine. Also seiner Zukunft. Und unserer Gegenwart. Was es natürlich besonders spannend macht, zu vergleichen, was die Filmemacher in den 80er Jahren richtig vorhergesehen haben. Und nun kann man wieder einen Treffer verzeichnen. In einer Szene macht der verdutzte McFly Bekanntschaft mit einem Kinoplakat der Zukunft: Ein holografischer Hai aus "Der weiße Hai 19" macht sich effektvoll über den Zeitreisenden her.

Tatsächlich ist die Hologrammtechnik im Jahr 2015 schon recht ausgereift. Zwar noch lang nicht so weit, dass man sich am Holodeck vergnügen könnte, wie in "Star Trek - The Next Generation". Aber jeder muss mal klein anfangen: Beim Wiener Lifeball gab es etwa schon vor zwei Jahren einen Djinn, der geisterhaft auf die Bühne projiziert wurde. Das Apollo Theatre in New Yorks Harlem geht jetzt noch einen Schritt weiter. Dort startet im November (also gerade noch im "Zurück in die Zukunft"-Jahr) eine Show, in der Billie Holiday auftritt. Dass die seit 1959 tot ist, macht nichts, denn sie wird sich als Hologramm materialisieren.

Da wird sich zeigen, ob diese Technologie wirklich das Zeug dazu hat, die Kultur- und Unterhaltungsindustrie aufzumischen. Ob es gelingen kann, mit simplen Tricks die Atmosphäre eines Live-Auftritts zu simulieren. Oder ob das am Ende doch nicht anders wirkt als in der Prater-Schaubude.

Gut, für viele Zuschauer ist wahrscheinlich ohnehin nur von Interesse, wie sich so ein Hologramm eigentlich mit dem Smartphone filmen lässt.