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Aus und vorbei

Von Simon Rosner

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England und die großen Turniere, irgendwie wird das nichts mehr. Wayne Rooney ist bei der EM 2012 für alle drei Vorrunden-Partien gesperrt, angeblich überlegt Teamchef Fabio Capello deshalb sogar, den Stürmer daheim zu lassen. Dabei ist Rooney und nichts als Rooney die Hoffnung der Engländer. Er war es bei der WM 2010, als er müde und mit vielen kleinen Verletzungen nach Südafrika fuhr. Er blieb farb- und torlos, England fuhr früh nach Hause. Rooney war auch 2006 der Hoffnungsträger, doch auch damals war er im Vorfeld schwer verletzt, spielte höchstens halbfit und sah im Viertelfinale Rot. England fuhr früh nach Hause. Bei der EM 2004 brach ihm der Portugiese Jorge Andrade den Fuß, England fuhr früh nach Hause. Vor Rooney war David Beckham der große Hoffnungsträger, doch ihn - und damit England - ereilte ein ähnliches Schicksal. 1998 sah Beckham Rot, 2002 kam er wie Rooney vier Jahre darauf mit halbverheiltem Mittelfußknochenbruch zur WM - und England fuhr früh nach Hause. Wird es 2012 also wieder so sein? Jedenfalls sollten sich die Erfinder dieses Sports langsam fragen, warum sie seit so vielen Jahren eigentlich immer nur einen Hoffnungsträger haben.