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Autos als Zeichen des Wohlstands

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Der Automobilhändler Porsche Holding hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (per 31. März 2003) dank des guten Auslandsgeschäfts einen neuen Umsatzrekord erzielt. Einen entscheidenden Wachstumsimpuls lieferten dabei die Ostländer - allen voran Ungarn, wo jüngst die Porsche Hungaria, ungarischer Importeur für die Volkswagen-Konzernmarken und Porsche, um 13 Mill. Euro ein neues Teilevertriebszentrum errichtet hat.


"Osteuropa erweist sich nachhaltig als die Wachstumslokomotive für das Unternehmen Porsche", sagt Konzernsprecher W. D. Hellmaier. Stärkster Markt für die Porsche Holding sei Ungarn, gefolgt von Slowenien, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Kroatien. Die in der Zwischenzeit auf rund 2.500 Mitarbeiter angewachsene Porsche Mannschaft in den osteuropäischen Unternehmen ist auf allen Gebieten des Automobilhandels und der Finanzdienstleistungen rund ums Auto tätig. Auch im laufenden Kalenderjahr erwartet die Porsche Holding, die von Salzburg aus die Fäden zieht, in den Ländern (Süd-)Osteuropas einen neuen Umsatzrekord. Die Porsche Holding ist bisher in Ungarn, der Slowakei, Slowenien, Rumänien, Kroatien und im Einzelhandel in Tschechien aktiv. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz in dieser Region um 13,7% auf das neue Rekordniveau von 1,55 Mrd. Euro. Zum Vergleich: In Österreich ging der Umsatz um 1,84% auf 3,45 Mill. Euro zurück.

"Eine Marktsättigung im Osten ist in weiter Ferne", meint Pressesprecher Hermann Becker im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Während die Bestandsdichte an Autos in Mitteleuropa bei rund 500 Pkw pro 1.000 Einwohner liegt, sind es in den Ostländern erst rund 100 Pkw pro 1.000 Einwohner. Eine Ausnahme bildet Slowenien, das schon fast mit dem österreichischen Markt vergleichbar sei, so Becker. Den größten Nachholbedarf gebe es noch in Rumänien.

Becker rechnet jedenfalls damit, dass der Markt noch dauerhaft - also 15 bis 20 Jahre - wachsen werde: "Der Mobilitätsbedarf in diesen Ländern ist verdammt groß," wobei die Entwicklung natürlich vom Anstieg der Kaufkraft in diesen Ländern abhängig sei. Das Auto diene für viele Menschen in Osteuropa auch zur Darstellung des persönlichen Wohlstands. Um des Autos willen, seien die Leute oft auch bereit, auf viele andere Dinge zu verzichten, beschreibt Becker den Stellenwert des Autos.