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AWS-Mittelstandsfonds krallt sich Mediashop

Von Kid Möchel

Wirtschaft

Investmentfonds der RLB OÖ ging von Bord, AWS-Fonds baut auf Teleshopping.


Wr. Neustadt. Der AWS Mittelstandsfonds, ein Fonds der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice (AWS), stellt Mittelbetrieben "langfristiges Expansionskapital" in Form von stillen Beteiligungen oder Eigenkapital zur Verfügung. Die Dotierung: 80 Millionen Euro. Wie berichtet ist die stille AWS-Beteiligung (4,5 Millionen Euro) am Grazer Seniorenheimbetreiber Humanitas Not leidend, Humanitas ist pleite.

Vergangenen Freitag hat die Bundeswettbewerbsbehörde einen weiteren Deal des AWS-Fonds genehmigt, wie BWB-Sprecher Stefan Keznickl der Wiener Zeitung" bestätigt. Die Genehmigungen der Kartellhüter in Deutschland steht noch aus. Demnach übernimmt der AWS-Fonds 49 Prozent am TV-Homeshopping-Unternehmen Mediashop Holding GmbH, die Haushalts- und Küchengegenstände, DVDs, Hobby- und Heimwerkergeräte, Fitness- und Beauty-Produkte bis hin zur Stutenmilch auf privaten TV-Kanälen feilbietet. Verkäufer der Anteile ist der Beteiligungsfonds Invest AG der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. "Wir sind 2005 eingestiegen und jetzt ausgestiegen, damit ein neuer Investor das zukünftige Wachstum begleitet", sagt Invest AG-Manager Harald Weigl. "In der Zeit, in der wir dabei waren, hat sich der Umsatz verdoppelt und es ist eine Erfolgsgeschichte." Die Mediashop AG hat ihre Zentrale (25 Mitarbeiter) in Triesen, Liechtenstein, und die Gruppe setzte zuletzt rund 40 Millionen Euro um, davon sechs Millionen in Österreich.

Die Mediashop Holding in Wiener Neustadt wies 2010 ein negatives Eigenkapital (617.800 Euro), einen operativen Verlust von 755.000 Euro und 7,76 Millionen Eure Verbindlichkeiten aus.