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BA und CA verschmelzen bis August

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Die Bank Austria (BA) und ihre Tochter Creditanstalt (CA), die zur bayerischen HypoVereinsbank (HVB) gehören, wird es ab August dieses Jahres nicht mehr als Doppelpack, sondern nur mehr als eine rechtliche und wirtschaftliche Einheit geben. Aus den zwei getrennten Marken entsteht eine einzige mit dem Namen "Bank Austria Creditanstalt".


Ein einheitliches Produktangebot und ein gemeinsames Banknetz sollen die Rentabilität im Inland erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2001 hat die BA/CA-Gruppe einen Gewinn nach Steuern von 483 (nach 500) Mill. Euro erzielt, wurde gestern, Montag, in der Bilanzpressekonferenz bekanntgegeben. Das Betriebsergebnis stieg - unter Berücksichtigung des neuen Konsolidierungskreises - um 11,7% auf 552 Mill. Euro. Mit dieser Steigerung lag die BA deutlich über dem Branchenschnitt von plus 1,3%. Für Generaldirektor Gerhard Randa gibt es trotzdem keinen Anlass zum Jubeln. Der ROE (return on equity = Eigenkapitalrentabilität) nach Steuern ging 2001 von 11% auf 10,2% zurück. Bis 2004 soll dieser Wert auf mindestens 15% steigen, so das Ziel.

Die wesentlichste Ertragskomponente des Hauses BA/CA, der Zinsüberschuss, stieg gegenüber dem Pro-forma-Wert des Jahres 2000 um 9,3% auf 2,672 Mrd. Euro. Die Kreditrisikovorsorge lag mit 703 Mill. Euro um 9,7% über dem Wert von 2000. Der Provisionsüberschuss sank um 3% auf rund 1 Mrd. Euro, und das Handelsergebnis legte um 10,4% auf 261 Mill. Euro zu. Das Finanzanlageergebnis hingegen blieb mit 187 Mill. Euro um 50,3% unter dem Vorjahreswert.

Die Zahl der Mitarbeiter in der BA/CA-Gruppe wuchs 2001 von 27.873 auf 33.827. Davon entfielen 15.157 auf Österreich (BA/CA inkl. vollkonsolidierter Töchter) und 18.670 auf Osteuropa. Ende 2004 sollen es nur mehr 11.600 Mitarbeiter im Inland sein.