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BA/CA prognostiziert starken Euro im Jahr 2000

Von Christina Weniger

Wirtschaft

Ein schnelleres Weltwirtschaftswachstum, kontrollierter Inflationsdruck, eine anziehende Konjunktur in Euroland, ein "Softlanding" der US-Konjunktur und eine (noch) nicht selbsttragende Konjunktur | in Japan · das ist das globale Szenario für 2000, das Heinz Bednar, Research-Leiter im Bank Austria/Creditanstalt (BA/CA) Group Treasury, am Freitag vorstellte.


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Durch das Wiedererstarken der Euroland-Konjunktur werde sich der Euro erholen und bis Jahresende 2000 einen Wechselkurs von 1,20 zum Dollar erreichen, zeigte sich Bednar überzeugt. Diese Stärke

sollte sich dann auch gegenüber dem japanischen Yen und dem britischen Pfund widerspiegeln.

Grundlage dafür sei ein "Softlanding" der US-Wirtschaft, d.h. eine präventive Inflationsbekämpfung durch Wirtschaftswachstumsverlangsamung, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Der nachlassende Druck der

Energiepreise werde den Markt ebenfalls positiv überraschen. Die amerikanische Notenbank werde daher mit einer moderaten Zinserhöhung auskommen, meinte Bednar.

Bednar geht für 2000 von nur moderaten Zinsanhebungen durch die Zentralbanken aus. Die Europäische Zentralbank werde laut Bednar dabei aber vermeiden, in einen geldpolitisch restriktiven Bereich zu

kommen. Die Renditeanstiege würden daher eher gering sein. Nur in Japan könnten stärkere Renditeanstiege möglich sein, da fiskalische Maßnahmen zur Konjunkturbelebung auch über den Anleihenmarkt

finanziert werden müssten. Solange die Konjunktur nicht selbsttragend werde, werde auch die Zinspolitik expansiv bleiben, betonte Bednar. Für Großbritannien sieht der Researchleiter gemäßigte

Zinserhöhungen aufgrund einer geringeren Inflation.