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Bald auch RWE und E.ON

Von Veronika Gasser

Wirtschaft

Die Grazer Strombörse EXAA hat einen neuen 15. Marktteilnehmer. Electrabel, führender Stromproduzent in den Benelux-Staaten und Tochter des französischen Multi-Utilitykonzerns Suez, wird sich am Stromhandel in Österreich beteiligen. Die deutschen Energieriesen RWE und E.ON werden in den nächsten Wochen als neue Handelspartner erwartet.


Der Strombörsestandort Graz, am Anfang seiner Gründung noch ein wenig belächelt, gewinnt für internationale Stromkonzerne zunehmend an Attraktivität. Als Grund nennt Börsevorstand Ludwig Nießen das Interesse der ausländischen Stromhändler an der heimischen Wasserkraft (woher jedoch die Energie stammt, ist gerade an einer Börse nicht mehr zu eruieren; Anm.): "Das Übergewicht des Handels liegt auf der Käuferseite." Nießen konnte inklusive der Suez-Tochter acht internationale Player nach Graz locken, deren Marktanteil beträgt mittlerweile rund 40%. "Electrabel zählt zu den 10 wichtigsten Energiehändlern und wird eine wesentliche Stütze des internationalen Fokus der EXAA bilden." Der Börse-Chef erwartet sich eine Stärkung der Liquidität. Trotz Rückgang ist er mit dem Verlauf zufrieden: "In der letzten Woche wurden 14 Gigawattstunden Strom gehandelt."