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Balkanologe werden

Von Heike Hausensteiner

Europaarchiv

Europaspezifische Ausbildungen in Österreich werden von der "Wiener Zeitung" in den kommenden Wochen in einer Serie in loser Folge vorgestellt. Den Anfang macht der heuer erstmals beginnende Balkanlehrgang des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), das vor 50 Jahren gegründet wurde.


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"Wien verfügt ebenso wie Graz über eine Anzahl besonders qualifizierter Balkanforscher und Praktiker, die im Rahmen der Interdisziplinären Balkanstudien ihr Wissen an künftige Balkanexperten weitergeben können", freut sich Erhard Busek als IDM-Vorsitzender und Koordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa. Der stv. Vorsitzende des Instituts, Botschafter Othmar Huber, hat die Idee geboren, das akademische Weiterbildungsangebot in Österreich in einen "Lehrgang mit universitärem Charakter" zusammenzuführen. Start für den ersten Kurs ist im Oktober.

Die interdisziplinären Balkanstudien richten sich an "Personen, die ein konkretes berufliches Interesse an den Ländern des Balkans haben", erläutert Gerald Roßkogler vom IDM gegenüber der "Wiener Zeitung". Behandelt wird die aktuelle ökonomische und kulturelle Entwicklung in den Ländern, "also nicht nur l'art pour l'art, weil's so schön ist", präzisiert Roßkogler. Die EU-Erweiterung steht bevor, vor allem die Wirtschaft ist denn auch besonders interessiert an dem Lehrgang. Und aufgrund der bisherigen Anmeldungen vor allem Österreicher, die ihre Wurzeln am Balkan haben.

Die Ausbildung umfasst u.a. Recht, Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur sowie ethnische Konflikte der einzelnen Staaten. Das Studium dauert bis zu vier Semester und wird als "Akademischer Balkanologe" abgeschlossen. An der Universität Graz kann dann noch der internationale Titel "Master of Advanced Studies" (MAS) erworben werden. Der Kurs findet in Wien in Zusammenarbeit mit der Diplomatischen Akademie statt. Die Anmeldefrist endet am 14. August, maximal 35 Teilnehmer werden genommen.

Tel. 01-319 72 58, http://www.idm.at