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Banken wollen den Zahlschein nicht mehr

Von Rosa Eder

Wirtschaft

"Papierene" Überweisungen, sprich: mit Zahlschein, sollen nach den Wünschen der heimischen Banken bald der Vergangenheit angehören.


Denn "sobald Hände im Spiel sind", entstehen Kosten, so Peter Neubauer von der Erste Bank gestern vor Journalisten. Ziel ist, dass möglichst viele Kunden ihre Geldgeschäfte über Internet oder Telefonbanking abwickeln und in der Folge das Defizit im privaten Zahlungsverkehr sinkt.

Als Anreiz dafür, und um generell neue Kunden anzulocken, wurde das "ComfortKonto" geschaffen, das für Neukunden bis Ende Dezember 2003 gratis ist. Anschließend sind in der Pauschal-Variante 9 Euro im Quartal zu berappen, informierte Neubauer. Darin enthalten sind alle "automatisierten Transaktionen" (netbanking, nettrading, phonebanking und SB-Transaktionen), die Kontoführung, eine BankCard und eine ProfitCard der Erste Bank. Überweisungen mit Zahlschein, die im bestehenden System 18 Cent kosten, schlagen sich dann allerdings mit je 50 Cent zu Buche. Bargeldtransaktionen an der Kassa kosten statt 18 Cent dann 1,50 Euro. Ganz so eng will es die Erste Bank aber nicht sehen: Möchte jemand ausnahmsweise einmal eine größere Summe am Schalter abheben - etwa für einen Autokauf - entfalle selbstverständlich die Gebühr, so Neubauer. Der Bank sei wichtig, dass das Tagesgeschäft entlastet werde und sich die Bankmitarbeiter stärker der Beratung widmen könne.

Wer im Rahmen des ComfortKontos lieber jede Leistung separat zahlen will, den kostet die automatisierte Einzeltransaktion 10 Cent (statt bisher 11 Cent), die Kontoführung 4,5 Euro im Quartal und die BankCard 18 Euro im Jahr.

Das Angebot richte sich vorerst "nach außen", angepeilt werden 10.000 neue Kunden. Im 2. Quartal soll es ein Spezialangebot für die "alten" Kunden geben, sagte Neubauer. Niemand sei gezwungen zu wechseln.