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Bankenkonsolidierung: Vorzeigeland Österreich

Von Christina Weniger

Wirtschaft

Während in Österreich die Konsolidierung der Sparkassen bereits weitgehend abgeschlossen sei, herrsche in Deutschland und anderen europäischen Staaten diesbezüglich noch großer Nachholbedarf, betonte Metehan Sen, Senior Analyst beim Bankhaus Sal. Oppenheim, gestern vor Journalisten.


Die Konsolidierung werde sich jedoch nicht nur auf nationaler Ebene abspielen, sondern auf gesamteuropäischer, da das Filialnetz in Europa im Vergleich zu den USA noch immer viel zu dicht sei. Kleinere Banken ohne Spezialisierung würden dabei auf der Strecke bleiben, zeigte sich Sen überzeugt.

Gute Chancen auf Überleben gab der Analyst dabei der Deutschen Bank. Sie gehöre im Bereich Investment Banking in Europa bereits jetzt zu den Top 3, und habe sich im Asset Management durch den Kauf der Zurich Scudder eine gute Position geschaffen.

Der HypoVereinsbank stehe Sal. Oppenheim reserviert gegenüber: Das Zusammengehen mit der Bank Austria sei strategisch zwar sinnvoll gewesen, jetzt verzettle sich die Hypo allerdings. Sie müsse sich bemühen, die Kosten zu senken.

Besonderes Lob gab es für den Haftungsverbund von Erste Bank und den Sparkassen. Dieser sieht vor, dass die einzelnen Institute im Krisenfall gegenseitig haften, wodurch das Kreditausfallsrisiko sinke. Damit sei Österreich Deutschland weit voraus. In der BRD fällt die Gewährsträgerhaftung mit 2005 weg.