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Barroso: Atomkraft auf dem Vormarsch

Von WZ-Korrespondent Wolfgang Tucek

Europaarchiv

25 Energiemärkte sind "absurd". | Brüssel. Es dürfe keinen Nationalismus am Energiesektor geben, warnte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. "Gerade weil Energie ein strategischer Bereich ist, müssen wir gemeinsam handeln", appellierte er. "Wir brauchen einen europäischen Markt für Strom und Gas und nicht 25 verschiedene". Die nationalen Energiemixe blieben zwar unbestritten in der Kompetenz der Mitgliedsstaaten. Er glaube aber, "Atomkraft wird in Zukunft immer mehr ein Thema werden". Nicht nur planten 13 Länder in Europa weiter in Kernenergie zu investieren. Selbst Russland sei trotz seiner enormen Öl- und Gasreserven zu einem Ausbau seiner Atomkraftkapazitäten entschlossen.


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Vorsichtig äußerte sich Barroso zu den vom österreichischen Vorsitz angeregten, konkret in Zahlen gefassten Zielen wie "Zehn Millionen Arbeitsplätze mehr bis 2010".

EU-Ratspräsident Wolfgang Schüssel hatte diese Zahl zuvor im EU-Hauptausschuss genannt.

Zwar sei er prinzipiell für konkrete Ziele, wenn darüber Konsens herrsche und sie "realistisch sind", kommentierte Kommissionschef Barroso.