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Barroso gegen barbarisches Urteil

Von WZ Online

Politik
Mit der dem Verdikt der Steinigung gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani folgt die iranische Justiz einem barbarischen Brauch, der vorgibt, "Ehre" wiederherzustellen.

Jose Manuel Barroso hat die im Iran gepante Steinigung von Sakineh Mohammadi-Ashtiani als "unbeschreiblich barbarisch" bezeichnet.


Die Vollstreckung des Todesurteils gegen die im Iran verurteilte Ashtiani war nach einer weltweiten Protestwelle im Juli zunächst abgesagt worden. Das Urteil soll nun vor dem obersten iranischen Gericht überprüft werden.

Vor Barrosos Äußerungen hatte der Iran mit Spott auf die Sorgen der Europäer um die Frau reagiert. Er wies jede Einmischung von außen zurück. Der Fall dürfe nicht zu einer politischen Frage oder einer Menschenrechtsfrage gemacht werden, sagte der Sprecher des Iranischen Außenministeriums, Ramin Mehmanparast. Genau da sist er allerdings nach Ansichten westlicher Vertreter.

Nach Angaben von Amnesty International wurde Sakineh Mohammadi-Aschtiani wegen einer "unrechtmäßigen Beziehung" zu zwei Männern nach dem Tod ihres Ehemanns zum Tode verurteilt. Iranischen Angaben zufolge wurde die Frau im Jahr 2006 wegen Ehebruchs und Verwicklung in den "Mord" an ihrem Ehemann verurteilt.

Weltweite Ablehnung

Gegen den Anwalt der Frau, Mohammed Mostafaie, wurde im Juli ein Haftbefehl verhängt, weshalb er nach Norwegen flüchtete.

Zahlreiche Staaten, Institutionen und Personen haben an die religiöse und politische Spitze des Iran appelliert, die Steinigung abzuschaffen und das Urteil aufzuheben.

Der Vatikan hat die geplante Steinigung scharf verurteilt, der französische Außenminister Bernard Kouchner sprach vom "Rückfall ins Mittelalter", und der barsilianische Präsident Lula da Silva hat der Verurteilten Asyl angeboten und um Aussetzung des Urteils ersucht. Brasilien unterhält wie die Türkei gute Beziehungen zum Iran.

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