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Basel II betrifft auch die Kunden der Bausparkassen

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Die neuen Eigenkapitalunterlegungsvorschriften für Kreditrisiken der Banken - die Kurzformel dafür lautet "Basel II" - betreffen auch die Bausparkassen. In der s-Bausparkasse müssen rund 180.000 Darlehenskunden intern geratet werden.


"Das ist EDV-mäßig eine Herausforderung", sagte der Generaldirektor des Bausparkasseninstituts, Josef Schmidinger, gestern, Dienstag, im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Seit Oktober des vergangenen Jahres laufe eine provisorische Bewertung der Bonität der Darlehensnehmer. Schmidinger geht davon aus, dass das Resultat für die s-Bausparkasse durchaus positiv ausfallen wird: "Wir haben ein breites Publikum, und das Gros der Kunden liegt im B-Bereich." Das bedeute ein geringeres Ausfallsrisiko und in der Folge weniger Eigenkapitalunterlegung. "Wir werden uns ein Drittel Eigenkapital ersparen. Das bedeutet, dass wir bei den Zinsen 10 bis 15 Basispunkte weniger verlangen können." Was sich für die Darlehensnehmer in Form von besseren Konditionen auswirken wird. Laut s-Bausparkasse liegt die auf das Kreditgeschäft bezogene Ausfallsquote derzeit bei niedrigen 0,09%.