Zum Hauptinhalt springen

Basis für Investitionen in Bosnien-Herzegowina

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Internationale Finanzinstitute haben das Kundenpotential in Bosnien-Herzegowina erkannt. Mit der besseren Finanzstruktur steigt das Vertrauen der Investoren. Auch die Privatisierung der Betriebe schreite langsam, aber doch voran, so der Finanzminister von Bosnien-Herzegowina, Ante Domazet, gestern bei einer Bosnien-Herzegowina-Konferenz in Wien.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 21 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

In Bosnien-Herzegowina besitzen derzeit 33% der Bevölkerung eine Bankverbindung. "Die Bevölkerung hatte das Vertrauen in den Bankensektor verloren und ihr Geld jahrelang lieber unter den Matratzen gehortet", erläuterte Franz Friedl, Vorstandsvorsitzender der Hypo-Vereinsbank Bosnien-Herzegowina. Der Finanzsektor in den mittel- und osteuropäischen Ländern erzielte in den letzten Jahren starke Wachstumsraten. Das Bankenwesen verzeichnet in diesen Ländern im Durchschnitt einen jährlichen Zuwachs von 12%. Friedl schätzt das Wachstumspotential für Bosnien-Herzegowina sogar noch höher ein. Die Bank Austria-Creditanstalt hat bereits im Dezember des vergangenen Jahres eine Repräsentanz in Bosnien-Herzegowina gegründet. Noch im September 2002 wird sie ihre Tochterbank "HVB Bank" in Sarajevo eröffnen.

Die ausländischen Direktinvestitionen in Bosnien-Herzegowina liegen bei rund 520 Mill. Euro. Österreich ist mit einer Investitionssumme von fast 100 Mill. Euro der weitaus größte Investor.