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Battenfeld-Insolvenz erfolgreich beendet

Von Kid Möchel

Wirtschaft

Gläubiger erhielten 16,95 Millionen Euro - Quote beträgt 45,9 Prozent.


Kottingbrunn/Wiener Neustadt. Genau vier Jahre nach der Eröffnung des Konkursverfahrens über die Battenfeld Kunststoffmaschinen GmbH hat Masseverwalter Michael Lentsch die gerichtliche Abwicklung abgeschlossen. Noch am 30. Dezember 2011 hat Lentsch den Gläubigern rund 16,95 Millionen Euro überwiesen. Das entspricht einer Quote von 45,9 Prozent, wie Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform bestätigt.

"Ich glaube, dass man mit dem Verfahren durchaus zufrieden sein darf, denn das Unternehmen existiert weiterhin und die Gläubiger erhalten fast die Hälfte ihres Geldes zurück", sagt Lentsch im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Insgesamt wurden 550 Arbeitsplätze gerettet.

Am 3. Jänner 2008 hatte die Kunststoffmaschinenfabrik Battenfeld Konkurs angemeldet. Für den Fortbetrieb gewährte die Niederösterreichische Hypo-Bank einen 15-Millionen-Euro-Kredit, der laut Lentsch mit einer Rückhaftung des Landes Niederösterreich abgesichert war.

"Dieses Geld haben wir auch zurückgezahlt", sagt Sanierungsanwalt Lentsch. Mitte März 2008 verkaufte der Masseverwalter die Battenfeld-Assets an das Wiener Unternehmen Wittmann Kunststoffgeräte.

Insgesamt sind 36,24 Millionen Euro an Forderungen angemeldet worden, davon wurden aber nur 1,42 Millionen Euro bestritten. Abzüglich aller Kosten hatte der Verwalter im Oktober 2011 die Quote auf 48,64 Prozent hochgerechnet, doch nachträglich eingelangte Forderungen schmälerten diese letztendlich noch auf 45,9 Prozent.