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BAWAG war 1999 besonders aktiv

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Für die Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (BAWAG) war 1999 ein äußerst ereignisreiches Jahr.


Die Übernahme der Mehrheit an der Österreichischen Verkehrskreditbank (ÖVKB), die Beteiligung an der Hypo-Bausparkasse, die in Zukunft LBA Landes Bausparkasse heißt, und die Kooperation mit dem

amerikanischen Finanzhaus Refco haben das abgelaufene Geschäftsjahr geprägt, sagte BAWAG-Generaldirektor Helmut Elsner am Freitag in einer Pressekonferenz. Das Betriebsergebnis werde bei einer

Bilanzsumme von 290 Mrd. Schilling (plus 8,5%) nach vorläufigen Zahlen bei 2,2 (nach 2,1) Mrd. Schilling zu liegen kommen, gab Elsner bekannt. Den Aktionären (Bayerische Landesbank und ÖGB) stellt er

eine unveränderte Dividende von 12% in Aussicht.

Die Forderungen an Kunden stiegen um 8% auf 200 Mrd. Schilling, wobei sich die Kredite an unselbständig Erwerbstätige um über 30% erhöhten. Auf der Passivseite war es der BAWAG auch heuer wieder

möglich, die Spareinlagen gegen den Markttrend zu steigern. Zum Jahresende werde ein Stand von 115 Mrd. Schilling ausgewiesen werden, was einem Zuwachs von über 6 Mrd. Schilling entspreche, sagte

Elsner. Dies sei angesichts der interessanten Angebote aus dem Wertpapierbereich beachtlich und dem Marketing zu verdanken.

Zu Berichten, wonach sein Institut gemeinsam mit ihrer Aktionärin BayernLB und der Allianz Versicherung um die zur Privatisierung stehende Postsparkasse (P.S.K.) bieten wolle, meinte Elsner: "Wenn,

dann bieten wir alleine." Zumindest sei die BayernLB nicht dabei. Die Vertriebs-Zusammenarbeit mit der Allianz Elementar-Gruppe habe der BAWAG ein Kreditvolumen von 1 Mrd. Schilling gebracht.