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BBAG löschte wieder durstige Kehlen

Von Christina Weniger

Wirtschaft

Österreichs größter Getränkekonzern, die börsenotierte Österreichische Brau-Beteiligungs AG (BBAG), konnte im 1. Halbjahr 1999 in den Geschäftsbereichen Bier und alkoholfreie Getränke (AfG) den | Umsatz steigern.


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Doch während der Umsatz von 5,4 auf 5,7 Mrd. Schilling stieg, sank das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 414 auf 377 Mill. Schilling. Zu berücksichtigen sei, dass 1998 im

Konzern-EGT Anlagenverkaufsgewinne enthalten waren. Bereinigt um diesen Einmaleffekt lag das Ergebnis im operativen Bereich um 46 Mill. Schilling oder 14% höher, erklärte BBAG-Vorstandsvorsitzender

Karl Büche am Freitag in einer Pressekonferenz.

Der Getränkeabsatz des BBAG-Konzerns kletterte im 1. Halbjahr 1999 um 9,8% auf 5,8 Mill. hl, der Bierabsatz stieg um 10% auf 4,8 Mill. hl. Den stärksten Wachstumsbeitrag im Geschäftsbereich Bier

lieferten Ungarn und Rumänien mit einem Absatz von 841.000 hl (+4,6%) bzw. 1,1 Mill. hl (+56,1%). Der Aufschwung in Rumänien sei auch auf die Konsolidierung der Brauerei Silva zurückzuführen, betonte

Büche. Mit dem Einstieg in Polen sei einer der attraktivsten Biermärkte "erobert" worden. Man habe mit der Brauerei Van Pur einen kooperations- und Lizenzvertrag abgeschlossen, die BBAG strebe aber

einen Erwerb an, sagte Büche. In Tschechien sei der Biermarkt leicht rückläufig, das verstärkte Angebot von Billigbieren solle ein weiteres Absacken verhindern.

Der Bereich AfG erzielte u. a. mit der Marke Pago sowohl in Österreich als auch in den Auslandsmärkten beachtliche Zuwächse, betonte Walther Sachs, Vorstandsmitglied für diesen Bereich. Der Absatz

stieg um 23,9% auf 382.000 hl, der Umsatz wuchs um 40,8% auf 714 Mill. Schilling. Das neue Werk in Spanien habe am 19. August die Produktion aufgenommen, sagte Sachs. Das Pago-Werk in Klagenfurt

"laufe am Maximum", Zusatzaufträge sollten in Spanien produziert werden. Ein Ausbau im nächsten Jahr ist bereits geplant.