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BBAG schaumgebremst

Von Petra Medek

Wirtschaft

Sanierungsmaßnahmen ließen das Ergebnis des börsenotierten heimischen Braukonzerns BBAG im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich niedriger ausfallen: Das EBIT ging um 23,3% auf 50,5 Mill. Euro (695 Mill. Schilling) zurück, der Gesamtumsatz stieg aber um 10,8% auf 937 Mill. Euro. Die Dividende bleibt mit 1,40 Euro pro Aktie unverändert.


Konkret wurden das Engagement in Polen abgewertet - was sich mit 9,3 Mill. Euro zu Buche schlug - und die Forderungen aus den langfristigen Abnahmeverträgen in der Gastronomie mit 7,2 Mill. Euro Volumen abgeschrieben.

Ohne diese Einmalbelastungen sei das EBIT um 16,1% über dem dem Vergleichswert gelegen, betonte BBAG-Vorstandschef Karl Büche am Mittwoch. Heuer soll der Konzern allerdings in allen Geschäftsbereichen kräftig zulegen, kündigte Büche an. Auch beim Ergebnis sei trotz Abhängigkeit von der klimatischen Situation und Währungsrelationen ein zweistelliges Wachstum realistisch, sofern es keinen Absturz in einer der Volkswirtschaften in Zentraleuropa gebe, wo der BBAG-Konzern vertreten ist. Im Vorjahr stieg der Bierabsatz der BBAG um 6,6% auf 10,36 Millionen Hektoliter, der Umsatz um 10,6% auf 798,1 Mill. Euro. Während der Absatz in Österreich um 2,5% auf 4,88 Mill. hl zurück ging, stieg er in Ungarn um 9,7% auf 1,94 hl und in Rumänien im selben Ausmaß auf 2,16 Mill. hl. In Tschechien, wo die BBAG bisher nur mit einer Brauerei vertreten ist, sank der Absatz wegen der Konzentration auf rentable Marken um 7,6% auf 563.000 hl.

Der Absatz von alkoholfreien Getränken - Pago-Säfte und Mineralwasser - stieg um 12,4% auf 2,13 Mill. hl, der Umsatz wuchs um 20,5% auf 125,6 Mill. Euro. Allein der Pago-Umsatz erhöhte sich um 21,2% auf 124,8 Mill. Euro. Das deutlichste Plus gab es in Kroatien, Frankreich, Italien und Spanien.