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Begehrte EU-Förderungen

Von Heike Hausensteiner

Europaarchiv

Unterstützung für die Reformpläne von Agrarkommissar Fischler kommt aus dessen Heimat Tirol. Aber auch aus Frankreich, wo sich Ex-Agrarminister Glavany positiv äußerte.


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Fischler habe richtig erkannt, dass die EU-Agrarförderungen gedeckelt sein müssen, meinte Tirols Grünen-Chef Willi. Er kritisierte, dass die österreichischen Bauernvertreter gegen Fischlers vernünftige Vorschläge mauerten. Sie seien "die Lobbyisten für die österreichischen Fördermillionäre".

Die Entkoppelung der Subventionen von der Produktion werde seit Jahren gefordert, unterstrich Frankreichs Ex-Agrarminister Glavany die Notwendigkeit der Reform. Bisher seien 80 Prozent der EU-Mittel an 20 Prozent "der reichsten" Landwirte verteilt worden. Von dieser Praxis dürfte u.a. der dänische Prinz Joachim profitiert haben. Als Grundbesitzer soll er 2001 mehr als 211.000 Euro Förderung erhalten haben.