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Bei Büros stimmt die Qualität

Von Stephanie Dirnbacher

Wirtschaft

Wien. In Österreich findet man anscheinend leichter ein schmuckes Büro als eine nette Wohnung. Diesen Eindruck vermittelt Wilfried Gunka von der Austrian Business Agency (ABA). "Die Kosten für Büros sind im Vergleich zum Osten günstig. Besonders Wien hat ein breites Angebot", erklärt Gunka gegenüber der "Wiener Zeitung".


Die ABA unterstützt ausländische Unternehmen bei der Betriebsansiedlung in Österreich. Deren Zahl steigt seit 2002 stetig. Während sich damals nur 74 Unternehmen mit Hilfe der ABA in der Alpenrepublik niedergelassen hatten, waren es 2006 schon 152. Im ersten Halbjahr 2007 gab es mit 91 Ansiedlungen aus dem Ausland sogar einen Höchststand.

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Auch Michael Bauer von Trivadis bestätigt die gute heimische Marktlage für Büros. Der Österreich-Chef und Niederlassungsleiter des Schweizer IT-Dienstleisters in Wien hat die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für eine Niederlassung selbst in die Hand genommen und dabei festgestellt, dass "Wien günstig ist".

Andreas Ridder, Geschäftsführer von CB Richard Ellis Österreich relativiert: "Die Mieten - in absoluten Zahlen - sind auf ähnlichem Niveau wie in Lissabon, Prag oder Bukarest. Unter Berücksichtigung der Entwicklungen der letzten Wochen und Monate erwarten wir bis zum Jahresende in Wien noch eine Steigerung bei den Spitzenmieten auf rund monatliche 22 Euro pro Quadratmeter", erklärt er mit Hinweis auf den CB Richard Ellis-Büromarktbericht für das zweite Quartal 2007.

Über die Ausstattung der Wiener Büros kann Gunka nur Positives berichten. "Ich höre auch oft von amerikanischer Seite, dass die Relation Kosten - Qualität hierzulande sehr gut ist", erzählt er. Probleme ortet er nur dort, wo eher kleinere Büroflächen - zwischen 50 und 100 Quadratmeter - angefragt werden. "Da ist es schwierig, etwas zu bekommen, weil das für den Ver mieter kein Geschäft ist."