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Bei I.Q.Möbel wackeln 75 Jobs

Von Kid Möchel

Wirtschaft

St.Pölten/Persenbeug. Beim Wohn- und Schlafzimmermöbel-Hersteller I.Q.Möbel GmbH & Co. KG ist Feuer auf dem Dach. Der 75-Mitarbeiter-Betrieb um Franz Sonnleitner hat für seine beiden Gesellschaften Konkurs beantragt.

Laut Creditreform und KSV1870 hat die Möbelfirma rund 1,931 Millionen Euro Schulden. Die Aktiva werden mit 870.000 Euro beziffert, das Gros, 630.000 Euro, sind offene Kundenforderungen. Das freie Vermögen wird mit 577.000 Euro angegeben.

Laut Insolvenzantrag soll der Betrieb zumindest kurzfristig fortgeführt werden, um doch noch einen Käufer zu finden. Vor der Pleite seien Interessentengespräche nicht zielführend gewesen.

"Nachdem in der aktuellen Situation die Entwicklung eigener, neuer Produktionslinien wirtschaftlich nicht mehr darstellbar ist und einzig die Konzentration auf die Produktion für Großkunden potenziell profitabel geführt werden kann, wurden bereits die besonders kostenintensiven Teilbetriebe Vertrieb und Administration geschlossen", heißt es im Insolvenzantrag. "Im Fortführungszeitraum sollte sich jedenfalls herausstellen, ob ein Verkauf des Unternehmens unter Aufrechterhaltung der Produktion am Standort Persenbeug möglich ist oder nicht." Nachsatz: "Höchste Priorität dafür hat die möglichst nahtlose Weiterbelieferung der wichtigsten Großkunden." Zumindest bis Weihnachten soll die Fortführung der Produktion keine Ausfälle für die Gläubiger verursachen.

Die Insolvenzursachen
Im Frühsommer 2011 erlitt I.Q.Möbel "einen signifikanten Auftrags- und Umsatzrückgang, der nicht mehr wettgemacht" werden konnte, heißt es im Antrag weiter. Der Verlust von März bis Oktober 2011 betrug rund 430.900 Euro.

Im Geschäftsjahr 2009/10 setzte der Möbelhersteller 6,89 Millionen Euro um und schrieb 305.000 Euro Verlust; 2010/11 wurden 6,81 Millionen Euro erwirtschaftet, der Verlust betrug 942.000 Euro.