Zum Hauptinhalt springen

Bei Klagenfurter Bäckerei Legat wackeln 147 Jobs

Von Kid Möchel

Wirtschaft

Kärntner Großbäcker hat 4,47 Millionen Euro Schulden und sucht einen Investor.


Hinweis: Der Inhalt dieser Seite wurde vor 12 Jahren in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Hier geht's zu unseren neuen Inhalten.

Klagenfurt. Die Traditionsbäckerei Legat, die mit 147 Mitarbeitern 15 Filialen betreibt, ist insolvent. Der Betrieb hat laut Creditreform und KSV1870 ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt und will seinen Gläubigern 30 Prozent Quote zahlen. Doch zur Erhaltung des Unternehmens benötigt Legat einen Investor.

"Aus den Gesprächen mit den Investoren zeichnen sich zwei alternative Szenarien ab, nämlich einerseits eine Fortführung des Betriebs als eine Einheit oder der Verkauf der Filialen", heißt es im Insolvenzantrag. "Die Variante der Erhaltung des Unternehmens wird präferiert, diese Variante dient auch der Arbeitsplatzerhaltung und der regionalen Wertschöpfung."

Die Schulden der Großbäckerei betragen 4,47 Millionen Euro, davon entfallen 1,61 Millionen Euro auf Banken, 1,31 Millionen Euro auf Lieferanten, 885.000 Euro auf Abfertigungen und 629.000 Euro auf Abgaben; und mit 461.000 Euro steht Legat bei den Mitarbeitern in der Kreide.

Die Aktiva werden mit 1,35 Millionen Euro beziffert, davon entfallen 456.000 Euro auf offene Forderungen, 140.000 Euro auf Vorräte und 131.000 Euro auf Sachanlagen.

Als Insolvenzursachen werden der Verlust des Belieferungsauftrags für die Penny Märkte (Rewe) in Kärnten im Jahr 2009 sowie ein Auftragsverlust eines weiteren Diskonters angeführt; dazu kommt, dass der Lebensmitteleinzelhandel verstärkt auf Tiefkühlbackwaren mit eigenen Backstationen setzt und dadurch die Nachfrage nach Frischware stetig sinkt.