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Bei Leibnitzer Baufirma WML wackeln 64 Jobs

Von Kid Möchel

Wirtschaft

Bauarbeiterurlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) schickt Leibnitzer Baufirma in die Insolvenz


Wien/Leibnitz. Die steirische Baufirma WML Hoch- und Tiefbau, mit Zentrale in Leibnitz und einer Filiale in Wien, ist insolvent. Die Bauarbeiterurlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) hat kürzlich einen Insolvenzantrag gestellt, die Baufirma hat nun einen eigenen Antrag auf Einleitung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung nachgeschossen. 64 Arbeitsplätze sind betroffen. "Ziel ist es auf jeden Fall, die Mehrzahl der Arbeitsplätze zu erhalten", heißt es im Insolvenzantrag. Schon im Dezember 2011 sind aber Dienstverhältnisse aufgelöst worden. Zu Hochzeiten hatte WML 95 Mitarbeiter. Den Gläubigern wird 30 Prozent Quote geboten.

Laut AKV, Creditreform und KSV1870 betragen die Passiva rund 5,631 Millionen Euro, davon entfallen 1,799 Millionen Euro auf besicherte Forderungen von Banken, 1,695 Millionen Euro auf Lieferanten, 694.000 Euro auf die Finanz und 479.000 Euro auf die Gebietskrankenkasse. Über die Forderungen der BUAK wurden keine Angaben gemacht.

Die Aktiva werden mit 2,91 Millionen Euro beziffert, davon entfallen rund 2,14 Millionen auf "voraussichtlich einbringliche Forderungen".

Die Baufirma WML um Alfred Lenz konnte ihre Geschäfte in den Jahren  2010 und 2011 nur mit Verlusten in Höhe von zwei Millionen Euro abschließen. "Die Verluste begründen sich im Wesentlichen einerseits mit unvorhersehbaren baustellenbedingten Mehrkosten und andererseits wurden Mehrleistungen von den Auftraggebern nicht akzeptiert", heißt es im Insolvenzantrag. Zugleich sollen Investitionen in Höhe von einer Million Euro " aus der laufenden Liquidität finanziert" worden sein. 2010 setzte WML rund 13,872 Millionen Euro um, der Verlust betrug 390.000 Euro. Aber auch die Geschäftsjahre 2007 und 2008 waren schon negativ.

Die 30-Prozent-Quote für die Gläubiger soll aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert werden, Aufträge mit einem Volumen von sechs Millionen Euro sollen bereits vorliegen.