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Beitritt Zyperns oder keine Erweiterung

Von Heike Hausensteiner

Europaarchiv

Vor den neuen Vermittlungsgesprächen zum Zypern-Konflikt Donnerstag und Freitag in New York zeigte sich UN-Generalsekretär Kofi Annan optimistisch. Indes wird in der EU bekräftigt, dass die Erweiterung ohne Zypern nicht möglich sei.


Der UNO-Generalsekretär hofft auf eine Lösung für die 1974 von türkischen Truppen im Norden besetzte Insel bis Ende des Jahres. Zur Disposition steht eine Föderation von zwei mehr oder weniger souveränen Staaten.

Selbst wenn es innerhalb der Frist keine Einigung zwischen dem griechisch-zypriotischen und dem türkisch besetzten Inselteil geben sollte, werde Zypern der Europäischen Union beitreten. Diese Linie des zuständigen Kommissars, Günter Verheugen, bestätigt auch SPÖ-EU-Abg. Hannes Swoboda im Gespräch mit der "Wiener Zeitung": "Entweder eine Erweiterung mit Zypern, oder es gibt gar keine Erweiterung." Kommt es zu einer Lösung, indem die türkische Seite ein Zugeständnis macht, käme die EU unter Zugzwang. Dann müsse sie der Türkei ein Zeichen geben in Richtung Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen, gibt Swoboda zu bedenken.