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Belegschaft will SAS als Billigflieger

Von Sylvie Maier-Kubala

Wirtschaft

Vorstand hält an Strategie fest. | Kopenhagen/Wien. Weniger Business-Kunden, mehr Billigtickets - das sei der einzige Weg, um das Überleben der skandinavischen Fluglinie SAS zu sichern, sagte Nicolas Fischer, Vorsitzender der dänischen Luftfahrt, zur Wirtschaftszeitung "Børsen". SAS habe nur eine Wahl: eine eigene Billig-Airline zu etablieren oder eine zu kaufen.


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Fischers Vorschlag steht in krassem Gegensatz zur Strategie, die der SAS-Vorstand im Februar präsentiert hatte: den skandinavischen Heimmarkt verteidigen, abspecken und auf Geschäftsreisende fokussieren. SAS-Kommunikationschef Claus Sonberg sieht darin den Versuch, vom Kernproblem - den hohen Fix- und Personalkosten - abzulenken: "Wir haben eine Strategie. Diese sollte umgesetzt werden, statt über eine neue zu diskutieren."

Nach dem Minus von einer Mrd. Kronen (93,3 Mio. Euro) im ersten Quartal 2009 hatte SAS Gehaltsverhandlungen mit den 39 dänischen, schwedischen und norwegischen Fachverbänden gestartet. Die Gespräche endeten jedoch Anfang Juli ohne Ergebnis.

Auch wenn die Dänen zu Gehaltseinbußen von bis zu 12 Prozent bereit wären, wollte die Konzernführung Bedingungen wie Job- und Standortgarantie nicht akzeptieren. Nun soll bei der Aufsichtsratssitzung im August ein alternativer Sparplan vorgelegt werden.