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Berührende Schicksale

Von Anton Silhan

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Der Start zur herbstlichen Fortsetzung des ORF-Zeitgeschichte-Schwerpunkts scheint gelungen: Dienstag sahen im Schnitt 884.000 Zuseher Teil1 der Reihe "Die Alliierten in Österreich" in ORF2 - trotz Fußball-Konkurrenz auf ORF1.

Dokumentarist Andreas Novak, gesamtverantwortlich für die Doku-Reihe über die Besatzungszeit, zeigte unter dem Titel "Chocolate, Girls, Jazz & Uncle Sam" in Teil 1 das Leben in amerikanischen Zonen der Jahre 1945 bis 1955. Hauptschauplatz war Salzburg, wo rund 20.000 US-Soldaten stationiert waren. Es ging vor allem um die Faszination, die - nach den Jahren des Leids und der Entbehrungen - die GI´s auf die Österreicher bzw. jungen Österreicherinnen ausübten. 2000 Frauen fanden unter ihnen ihre Ehepartner - und gingen mit "in die Staaten".

Der Film greift berührende Schicksale heraus; etwa von Helene Peel, die ihrem Mann auf eine texanische Farm folgte und nun, mit 87 Jahren, nach seinem Tod in der Ferne von Wien träumt. Oder des GI´s und einer Wienerin, die einst zehn Mischlingskinder aus Beziehungen mit farbigen US-Soldaten adoptierten, die von ihren Müttern freigegeben wurden.