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Bessere Chancen für Forscherinnen

Von Sissi Eigruber

Wirtschaft

Frauen-Karrieren in männerdominierten Bereichen - wie etwa Technologie und Forschung - sind in Österreich nach wie vor eine Seltenheit. Das Förderprogramm FEMtech versucht dem entgegen zu wirken: Unternehmen, die Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen setzen, werden vom Bundesministerium für Verkehr, Forschung und Innovation mit bis zu 25.000 Euro gefördert.


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Arbeitsstellen für Nachwuchswissenschafterinnen, Förderung des internen Aufstiegs von Frauen, aber auch Maßnahmen zur Erhöhung der Akzeptanz von Männerteilzeit und Karenz sind nur ein paar Beispiele für Aktionen, die im Rahmen des Projekts gefördert werden können. FEMtech zielt auf eine Steigerung der Präsenz von Frauen in der industriellen Forschung ab und unterstützt Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen zur Chancengleichheit. Auf diese Weise soll neben langfristig wirkenden Prozessen der Bewusstseinsbildung auch eine Erhöhung des Frauenanteils erreicht werden.

18 Unternehmen haben bisher eine Förderung im Rahmen von FEMtech beantragt, 11 dieser Projekte sind bereits im Laufen, erklärt Projektleiterin Dorothea Sturn gegenüber der "Wiener Zeitung". So etwa bei der SolveDirect.com Internet-Service GmbH. Das IT-Unternehmen entwickelt und betreibt web-basierte Lösungen für internationales IT-Servicemanagement und hat in den vergangenen drei Jahren rund 100 IT-Entwicklungsprojekte umgesetzt. Für die zeit- und qualitätsgerechte Projektabwicklung ist die Zusammenarbeit in den Teams besonders wichtig. SolveDirect hat vor längerer Zeit damit begonnen, den Frauenanteil im Unternehmen zu erhöhen und hat nun mit Unterstützung von FEMtech weitere Maßnahmen gesetzt. Dazu gehören ein gezieltes Teamtraining für alle SolveDirect-Mitarbeiter, flexible Arbeitszeiten und Homeworking-Modelle sowie Mentoring. Eine neue Mitarbeiterin im Entwicklungsteam wird nunmehr laufend gecoacht und hat einen der beiden Geschäftsführer als Mentor zur Seite. "Das FEMtech Förderprogramm für Frauen hat unser Unternehmen positiv verändert", meint dazu Martin Bittner, Geschäftsführer der SolveDirect. Die Strukturen, die im Rahmen des Projekts für Frauen in den Entwicklerteams geschaffen wurden, kämen nun auch allen anderen Mitarbeiterinnen zu Gute, so Bittner.

Information und Kontakt:

Koordinierungsstelle FEMtech, Dorothea Sturn, Telefon 01/513 26 27-25, http://www.femtech

office@femtech.at