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Bestes Wachstum seit dem Jahr 2000

Von WZ-Korrespandent Wolfgang Tucek

Wirtschaft

EU erhöht die Prognose auf plus | 2,7 Prozent. | Brüssel. Nach der OECD hat nun auch die EU-Kommission die Wachstumsprognosen für 2006 deutlich nach oben revidiert. Um 2,7 Prozent soll die Wirtschaft dieses Jahr in der Europäischen Union wachsen, um immerhin noch 2,5 Prozent die Eurozone.


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Nach den starken ersten beiden Quartalen mit plus 0,8 bzw. 0,9 Prozent in der EU werde der Aufwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte mit je 0,7 Prozent pro Quartal zwar ein wenig abflachen, erklärte Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia. Es handle sich aber um die besten Zahlen seit dem Jahr 2000.

Noch im Mai war die Brüsseler Behörde lediglich von einem Wachstum von 2,3 Prozent für die EU und 2,1 für die Eurozone ausgegangen.

Hauptmotor der positiven Entwicklung sei die gestiegene Inlandsnachfrage. Private Investitionen seien vom ersten zum zweiten Quartal 2006 um etwa zwei Prozent gestiegen. Ausschlaggebend sei hier besonders die verbesserte Beschäftigungslage in Deutschland und Frankreich.

Teuerungsrate steigt moderat

Dass die Steigerung trotz des Hochschnellens des Ölpreises um 80 Prozent seit 2005 möglich ist, zeige die Widerstandsfähigkeit der europäischen Volkswirtschaften, sagte der spanische Kommissar. Und auch die Inflation sei trotz des enormen Preises von bis zu 73 Euro pro Barrel mit 2,3 Prozent vermutlich nur um 0,1 Prozent höher als im Frühjahr angenommen.

Positiv wirkt sich das steigende Wirtschaftswachstum auch auf die Arbeitslosenquote aus. Diesen Juli lag sie in der EU mit durchschnittlich acht Prozent um 0,7 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Basis der Überlegungen von Almunias Beamten ist die Entwicklung der sechs größten EU-Volkswirtschaften. Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien repräsentieren 77 Prozent des BIP der EU.