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"Bierdurst" bescherte der BBAG ein Rekordergebnis

Von Christina Mondolfo

Wirtschaft

Obwohl Österreichs größter Getränkekonzern, die BrauBeteiligungs AG (BBAG), im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielt hat, soll die Dividende unverändert bei 1,40 Euro bleiben. Man wolle die Mehreinnahmen für den Abbau der Schulden, die derzeit bei 245 Mill. Euro liegen, verwenden, betonte BBAG-Vorstandsvorsitzender Karl Büche am Freitag in der Bilanzpressekonferenz in Wien.


Die BBAG erzielte 2001 einen Umsatz von 1,104 Mrd. Euro, ein Plus von 17,9%. Das Betriebsergebnis kletterte um 35% auf 68,4 Mill. Euro, das Ergebnis vor Steuern stieg um 27% auf 57,7 Mill. Euro. Der Getränkeabsatz lag bei 14,9 Mill. hl, das entspricht einem Anstieg um 19,3%. Im vergangenen Jahr beschäftigte die BBAG durchschnittlich 8.520 Mitarbeiter, ein Rückgang um 7,7%. In der Bilanz sind erstmals die fünf im Jahr 2000 erworbenen Brauerein in Rumänien und Polen konsolidiert.

Die beiden Länder mit dem höchsten Bierkonsum seien Österreich und die Tschechische Republik. Doch während in diesen Märkten der Bierkonsum in den nächsten Jahren zurückgehen werde, rechne er, Büche, in Ungarn, Polen und Rumänien mit einem steigenden "Bierdurst". Auf Zentraleuropa habe die BBAG auch ihre Strategie ausgerichtet. An weitere Akquisitionen in diesem Raum denke man derzeit nicht, schließe sie aber auch nicht aus. Der Bierabsatz betrug knapp 12,9 Mill. hl, ein Plus von 24,3%.

Bei den alkoholfreien Getränken (Pago, Gasteiner) konnte die BBAG in Frankreich, Spanien, Kroatien, Großbritannien und Schweden deutlich zulegen, während Österreich und Italien rückläufig waren. 92% des Pago-Absatzes bleiben im EU-Raum. Der Absatz bei Alkoholfreien Getränken lag im vergangenen Jahr bei 2 Mill. hl, ein Rückgang um 5%.

Heuer wolle die BBAG den Konsolidierungskurs fortsetzen, betonte Büche. Die Marken sollten weiter gestärkt werden, die Profitabilität aufgrund der konsequenten Nutzung von Synergien gesteigert werden. Ziel sei auch, das System variabler Gehaltsbestandteile zu vereinheitlichen und auf leitende Angestellte auszudehnen, so Büche weiter.