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BIG-Anleihe heiß begehrt

Von Veronika Gasser

Wirtschaft

Die Bundesimmobiliengesellschaft mbH (BIG) braucht Geld für die Rückzahlung der vom Staat erworbenen Bundesimmobilien. Die Mittel besorgt sich die BIG über den Kapitalmarkt und hat deshalb unter Anleitung von citigroup und Deutscher Bank eine festverzinsliche Anleihe mit einem Volumen von 750 Mill. Euro begeben. RZB und Bank Austria waren als heimische Kreditinstitute im Konsortium.


Zielgruppe der neuen Anleihe sind nicht Kleinanleger, sondern institutionelle Investoren. Sie wird auch an der Wiener und Luxemburger Börse gehandelt. Die BIG bewirbt die Anleihe nicht und hat auch keinen Propekt aufgelegt, um Kosten zu sparen, erklärt BIG-Sprecher Roman Rusy auf Anfrage der "Wiener Zeitung".

Aber Kleinanleger können natürlich über Banken, die Anteile ihrer BIG-Anleihen-Bestände verkaufen, das Wertpapier erwerben. Ab 24.9. wird es gehandelt. Der Ausgabekurs wird bei 99% liegen, die Rendite beträgt 4,49% bei einem Kupon von 4,375%. Die Mindeststückelung ist 1.000 Euro, die Laufzeit des Papiers beträgt 10 Jahre. Da die BIG Bundesimmobilien verwaltet, deren Mieter der Bund ist, wurde das Unternehmen sehr gut (Aaa) bewertet. Ende September muss die BIG 342 Mill. Euro an den Bund für die vierte Tranche der Liegenschaften zahlen. (Insgesamt hat die BIG vom Bund 7 Mill. Quadratmeter an Immobilien erworben, für die der Finanzminister 2,4 Mrd. Euro verlangt.) Weitere 100 Mill. Euro werden benötigt, um eine 1996 aufgenommene Franken-Anleihe zutilgen. Die BIG nutzt die niedrigen Zinsen, um 250 Mill. Euro in den Kapitalmarkt umzuschichten.

Das G'riss um die Anleihe war groß. BIG-Chef Hartwig Chromy freut sich, dass die Anleihe binnen drei Tagen gezeichnet war. Banken und Investoren aus Frankreich kauften 20%, Österreicher 14% und Schweizer 12%. "Wir werden schon im nächsten Jahr eine neue Anleihe auf den Markt bringen", sagt Chromy.