Zum Hauptinhalt springen

Billy kommt ins Rollen

Von Petra Medek

Wirtschaft

Möbel auf Schienen: Das schwedische Einrichtungshaus Ikea ist nach eigenen Angabe das erste europäische Unternehmen, das Güterlieferungen auch mit eigenen Zügen abwickelt.


10 Züge mit einem Ladevolumen von je 60 Lkw-Ladungen verkehren seit Ende Juni wöchentlich zwischen Älmhut in Schweden und Duisburg in Deutschland - eine der "Hauptverkehrsrouten" für den Möbelhändler, wie Ikea Österreich-Sprecherin Gabriele Vyskocil der "Wiener Zeitung" berichtet.

Weitere Routen in Europa mit ähnlicher Kapazität sollen folgen - wann und wo ist derzeit allerdings noch unklar, weil es noch einige bürokratische Hürden zu bewältigen gelte, sagt Vyskocil. Um die Verlagerung der Gütertransporte auf die Schiene zu beschleunigen, hat das schwedische Möbelhaus im April eine eigene Tochterfirma, Ikea Rail AB, gegründet. In den nächsten 10 Jahren soll der Anteil der Ikea-Güter auf der Schiene von derzeit 18% auf 40% gesteigert werden. In Europa transportiert Ikea derzeit rund 20 Millionen Kubikmeter Fracht, Tendenz stark steigend.

Nach Österreich ist derzeit keine Route des Ikea-Zuges in Planung. Möglich sei jedoch, dass ein Transport von Polen, wo Ikea zahlreiche Holzlieferanten hat, nach Mitteleuropa durch die Alpenrepublik führen könnte, so die Ikea-Sprecherin.