Zum Hauptinhalt springen

Billy Preston: Der "fünfte Beatle" ist tot

Von Georg Friesenbichler

Analysen

Seinen 60. Geburtstag am 9. September hat er nicht mehr erlebt, aber sein Musikerleben hat ihn trotzdem zu einem der wichtigsten Keyboarder der Rock-Geschichte gemacht. Billy Preston spielte mit den Rolling Stones, Bob Dylan, Aretha Franklin, Ray Charles, Little Richard - und natürlich den Beatles.


Diese hatten ihn im Hamburger Star Club kennen gelernt, als Gastmusiker war er auf "Abbey Road", "White Album" und "Let it Be" dabei. Bei letzterem sorgte Preston als Ruhepol für den Zusammenhalt der schon tief zerstrittenen Band. Mit George Harrison verband ihn eine andauernde Freundschaft, er nahm am Konzert für Bangladesch ebenso teil wie beim Tribut-Konzert nach Harrisons Tod. In den Siebziger Jahren war der Organist und Pianist auch solo erfolgreich, etwa mit "Nothing from nothing". Sein "You are so beautiful" wurde in der Interpretation von Joe Cocker zum Welthit.

Preston lag seit November im Koma; Drogen und Alkohol hatten seine Nieren zerstört. Er starb am 6. Juni in Scottsdale, Arizona.