Zum Hauptinhalt springen

Blockbuster - teuer oder lieber gratis?

Von Christina Böck

Kommentare

Zahlenfetischisten dürfte das zumindest vielleicht noch gefallen. In der Liste der bestbesuchten Filme des Jahres stehen bisher nur Filme mit Zahlen im Titel an der Spitze. Die Top Drei der Liste heißen nämlich wie folgt: "Iron Man 3". Gefolgt von "Fast and Furious 6". Und "Despicable Me 2". Es ist keine bahnbrechende Neuigkeit, dass Fortsetzungen von erfolgreichen Filmen an den Kinokassen reüssieren, und das Lamento darüber ist kaum originell. Nun zeigt sich allerdings , dass selbst das kein Erfolgsgarant mehr ist. Die Komödie "Hangover 3" etwa, eigentlich ein Selbstläufer, war bei weitem nicht so erfolgreich wie erwartet.

Nun nehmen die Zustände im Filmbusiness offenbar schon so drastische Ausmaße an, dass die Herren George Lucas und Steven Spielberg sich genötigt sahen, in einem Vortrag von einem Paradigmenwechsel zu sprechen. Sie beklagten erst, dass nun bereits Filme von ihnen nicht mehr automatisch produziert würden ("Wir reden von George Lucas und Steven Spielberg, die es nicht mehr schaffen, ihre Filme auf die Leinwand zu bringen!", sagte Lucas in der ihm eigenen Bescheidenheit). Und prophezeiten dann, dass man für teuer produzierte Blockbuster in Zukunft mehr für die Kinokarte zahlen werde müssen als für billigere Independent-Filme. Das klingt ganz vernünftig und gerecht. Und die Problematik würde sich dann eventuell von selbst regulieren. Denn wenn die x-te Fortsetzung nach Schema F deutlich mehr kostet als eine kreative Eigenleistung, ist das der angepeilten Jugend vielleicht das Geld nicht wert. Vor allem in Zeiten des Gratiskinos im Internet.