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Blumentöpfe statt Parkplätze

Von Ina Weber

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Ina Weber.

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Es klingt schön. Wenn statt Autos Blumentöpfe die Straßen von Wien behübschen, Efeu an den Wänden hochkriecht oder nur noch Fahrräder unterwegs sind - dann ist die Landliebe nach Wien gezogen. Die gute Luft strömt durch die Lungen unserer Kinder, die Hunde haben mehr Gassi-Plätze und es ist so ruhig, dass man die Vögeln zwitschern hört. Es wäre die perfekte Kombination: Leben, wo man arbeitet und das mit hoher Qualität. Das gibt es aber leider nicht. Natürlich kann man Schritte in diese Richtung setzen. Das tat die Stadt mit der Einführung des Parkpickerls. Die Autos werden umgelenkt. Die Pendler müssen draußen bleiben, die Anrainer finden wieder einen Parkplatz. Auf die vielen Pendler, die seit Jahrzehnten in Wien und für Wien arbeiten, sollte aber nicht vergessen werden. Die Intervalle der Schnellbahnen und Busse in Niederösterreich sind derzeit oft unzumutbar. Für die in Wien und Umgebung Lebenden kann die bloße Hinfahrt schon bis zu eineinhalb Stunden dauern. Wien müsste mit Niederösterreich besser verbunden sein. Die Nachbarn sollten nicht vergessen werden.