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Börsenluft im Klassenzimmer

Von Rosa Eder

Wirtschaft

In Österreich gibt es noch immer verhältnismäßig wenige Aktionäre, und auch um das Wissen über die Vorgänge an der Börse ist es nicht besonders gut bestellt.


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Das Kuratorium für den österreichischen Kapitalmarkt will das ändern und setzt dabei bei den Schülerinnen und Schülern - den Aktionärinnen und Aktionären der Zukunft - an. Die Pädagogen Anneliese Rotter und Heribert Pöbstl haben im Auftrag des Kuratoriums das Unterrichtspaket "Der österreichische Kapitalmarkt" erstellt, das dieser Tage an zunächst 3.000 Professoren versendet wird. Das Paket ist für Schüler der 11. und 12. Schulstufe an Allgemeinbildenden Höheren Schulen und Schüler des 3. und 4. Jahrgangs der Berufsbildenden Höheren Schulen gedacht, denen damit Basiswissen - von A wie Aktie bis Z wie Zinsen - vermittelt werden soll. "Es geht uns nicht darum, aus Schülern Spekulanten zu machen", betonte Hellmut Longin, Präsident des Aktienforums, am Donnerstag bei der Präsentation des Pakets.

"Wer nichts über den Kapitalmarkt weiß, hat auch kein Vertrauen in ihn", sagte Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer. Dieses Vertrauen gelte es angesichts der großen Bedeutung des Kapitalmarkts für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu stärken. "In Österreich besitzen derzeit nur etwa 8% der Bevölkerung Aktien. Unser Ziel ist es, diese Zahl in den nächsten drei bis fünf Jahren auf 12% zu erhöhen", so Börsevorstand Stefan Zapotocky.