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Börsenturbulenzen konnten den Pensionskassen wenig anhaben

Von Rosa Eder

Wirtschaft

Trotz der Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten haben die österreichischen Pensionskassen 1998 ein ansehnliches Veranlagungsergebnis erzielt. Die Erträge lagen in einer Bandbreite von | 7% bis 12%, im Durchschnitt wurde eine Rendite von 8,5% erzielt.


Wie der Vorsteher des zuständigen Fachverbandes in der Wirtschaftskammer Österreich, Dietmar Neyer, am Mittwoch in einer Pressekonferenz berichtete, veranlagten die Pensionskassen das ihr

anvertraute Vermögen, das sich um 55% auf 68 Mrd. Schilling ausweitete, zu etwa 80% in Anleihen und zu 20% in Aktien.

Er kenne keine Pensionskasse, die im Zuge der starken Fluktuationen an den Finanzmärkten im zweiten Halbjahr 1998 eine negative Performance aufgewiesen haben, so Neyer.

Rund 228.000 Personen · um 29% mehr als 1997 · waren im vergangenen Jahr "Nutznießer" des Systems, d. h. Anwartschafts- oder Leistungsberechtigte. An die 24.500 Pensionsbezieher (plus 53%) wurden 1,9

Mrd. Schilling ausbezahlt.

Im vergangenen Jahr haben sich die Pensionskassen besonders um die Klein- und Mittelbetriebe gekümmert und mit dem öffentlichen (Politiker) und "halböffentlichen" Bereich (Arbeiterkammer und

Wirtschaftskammer) neue Kundenkreise erschlossen. Viele Firmen hätten auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, durch die Auflösung von Pensionsrückstellungen bestehende Direktzusagen in

Pensionskassenlösungen umzuwandeln, sagte Neyer. Dies ist noch bis Ende dieses Jahres steuerschonend möglich. Neyer erneuerte die Forderung der Pensionskassen nach einer kompletten Entsteuerung · bis

zu einem noch zu bestimmenden Höchstbetrag · der Arbeitnehmerbeiträge in der Einzahlungsphase.