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Bösendorfer weltweit begehrt

Von Erika Bettstein

Wirtschaft

500 Flügel und 100 Pianinos wird die Klavierfirma Bösendorfer heuer in ihrem Wiener Neustädter Werk fertigen. "Die Fabrik ist voll ausgelastet, weil das Geschäft momentan ausgezeichnet läuft. Wir haben Aufträge von bis zu einem dreiviertel Jahr im voraus", erklärte Bösendorfer-Generaldirektor Rudolf Arlt gegenüber dem "NÖ Wirtschaftspressedienst".


Die hohe Nachfrage führt Arlt vor allem auf Verbesserungen im Produktionsprozess zurück. Es sei "nach allen Möglichkeiten zur Qualitätssteigerung gesucht" worden, sagt Arlt, "in den letzten drei, vier Jahren ist uns da bestimmt ein Quantensprung gelungen".

Das Fichtenholz, das beim Bau von Bösendorfer-Flügeln Verwendung findet, stammt aus hochalpinen Regionen. Es muss nach der Schlägerung drei Jahre im Freien lagern, damit es die richtige Feuchtigkeit erhält. Ein Modell aus dem Hause Bösendorfer kostet je nach Ausführung zwischen 600.000 und 1,3 Mill. Schilling. "Käufer unserer Klaviere sind in erster Linie Privatkunden, aber auch Konzerthäuser, Musikschulen und Universitäten", sagt Arlt.

Das Traditionsunternehmen beschäftigt zur Zeit rund 200 MitarbeiterInnen, davon 150 im Werk Wiener Neustadt und 50 in der Zentrale in Wien. Im laufenden Bilanzjahr wird der Betrieb einen Umsatz von rund 250 Mill. Schilling erzielen. Ein Drittel der Klaviere bleibt auf dem europäischen Markt, zwei Drittel gehen in den weltweiten Export.