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Brau Union bekommt neuen Chef und neue Brauereien

Von Christine Zeiner

Wirtschaft

Karl Büche tritt per 1. Oktober ab. | Nico Nusmeier übernimmt Funktion. | Wien. (chz) Es war seine letzte Pressekonferenz -zumindest als Vorsitzender der Brau Union. Karl Büche überlässt per 1. Oktober die Führung der Region Zentral- und Osteuropa dem Niederländer Herman Nicolaas (Nico) Nusmeier, der seit 2003 Mitglied des Heineken-Vorstandes ist.


Am Mittwoch hatte Büche noch lautstark erklärt, keinen Insiderhandel im Rahmen der Übernahme durch Heineken getätigt zu haben. Das Pressegespräch war kurzfristig angesetzt worden, damit in der Konferenz am Donnerstag die Halbjahresbilanz und der neue Vorstand in Ruhe präsentiert werden konnten.

Am Donnerstag berichtete Büche, dass die Brau Union in Zentraleuropa - darunter Österreich, Polen und Tschechien - mit 14,4 Mio. Hektoliter 1,4% weniger absetzte als im Jahr davor. "Das Wetter war dem Biergeschäft nicht förderlich", erklärte er. Der Umsatz stieg hingegen um 10,6% auf 1,08 Mrd. Euro, da die Brau Union verstärkt auf Marken- und weniger auf Diskontbier setzte.

Ab Oktober kommen zur Brau Union, die von Wien aus verwaltet wird, Russland, Deutschland und Griechenland dazu. Deutschland könnte künftig verstärkt ins Blickfeld rücken: Die Brauereilandschaft ist zersplittert. Einige Brauereien wurden bereits von ausländischen Konzernen gekauft, bei anderen könnte das mittelfristig der Fall sein. Nusmeier: "Wir werden bei der Gesundung des Marktes eine Rolle spielen."