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Brisante Einvernahme Trattners von Akteneinsicht ausgenommen

Von Kid Möchel

Politik

Auch U-Ausschuss soll Protokoll nicht erhalten - neue Befragungen geplant.


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Wien. Das Ermittlungsverfahren zur Inseratenaffäre (Aktenzahl 32 St 41/11x) gegen den früheren Infrastrukturminister Werner Faymann und seinen damaligen Kabinettschef Josef Ostermayer - beide bestreiten die Vorwürfen - gewinnt an Spannung. Dem Vernehmen nach soll Ex-Asfinag-Vorstand Jürgen Trattner eine derart brisante Aussage vor Staatsanwältin Ursula Kropiunig getätigt haben, dass das Protokoll der Einvernahme von der Akteneinsicht ausgenommen wurde und auch nicht dem Untersuchungsausschuss vorgelegt wird. Das bestätigt Thomas Vecsey, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, der "Wiener Zeitung". Vecsey: "Sie sind richtig informiert." Insider gehen nun davon aus, dass die "Zurückhaltung" der Aussage Trattners aus taktischen Gründen erfolgte, da eine neue Einvernahmerunde durchgeführt werden soll. "Dass weitere Befragungen durchgeführt werden, damit liegen sie auch richtig", bestätigt Vecsey. Aber neben der Aussage Trattners gebe es noch andere Gründe für weitere Einvernahmen. Indes schwieg der Ex-FPÖ-Politiker und Ex-Asfinag-Vorstand Mathias Reichhold im U-Ausschuss. Er machte als Beschuldigter im Ermittlungsverfahren von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Generell bestreitet er die Vorwürfe.

"Reichhold hat sich bezüglich Inseratenschaltungen nie bei mir negativ geäußert", sagte Alois Schedl, früher Geschäftsführer der Asfinag Baumanagement GmbH und seit 2007 Asfinag-Vorstand, in einer Zeugeneinvernahme. "Meine Ansprechpartner im Vorstand waren damals Reichhold und teilweise auch Franz Lückler, wobei Reichhold für Neubau und Öffentlichkeitsarbeit zuständig war."