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Brünner Straße -Liberia

Von Stefanie Holzer

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Die Reihe "Journal Panorama", derzeit betreut von Manfred Steinhuber, ist über die Jahre zur Institution geworden. Freunde, die abends mit dem Auto nach Hause fahren, sind begeisterte "Journal Panorama"-Hörer, weil sie so die Zeit nutzen, um in manchen Fragen wieder à jour zu kommen. Man erinnert sich wieder, zum Beispiel, an Charles Taylor. So hieß der liberianische Hoffnungsträger, der aus seiner Heimat ein "Land der chronischen Angst" gemacht hat. In Liberia ist das Leben so grässlich beunruhigend, dass schon junge Menschen an Bluthochdruck leiden und Schlaganfälle haben.

Am Montag vergangener Woche wurde erforscht, was aus dem vor 20 Jahren angesagten Waldsterben, das dann glücklicherweise doch nicht eingetroffen ist, geworden ist: Die Fläche, auf der Wald wächst, wird ständig größer, manchen Bäumen, z. B. den Eichenbeständen nahe der Brünner Straße, allerdings bekommt der Mix aus Schadstoffbelastung, Regenmangel und Grundwasserabsenkung besonders schlecht.

In den Medien ist sonst viel zu wenig Zeit und Raum dafür da, all die kleinen Einzelnachrichten wieder zu einem ganzen Bild zusammenzustellen. Darum bemüht sich das Journal-Panorama. Das Ergebnis ist nicht immer gleich gut. Die Beiträge sind nun einmal so klug und informativ wie deren Gestalter klug und neugierig. "Romys" und dergleichen werden ja eher an Wurstsemmel-essende Hunde vergeben, deshalb müssen sich die Damen und Herren im Radio damit begnügen, dass unsereins von Zeit zu Zeit anmerkt, dass wir, die Hörer, zu schätzen wissen, was sie machen.