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Bundesbahnen haben bei Leasing-Transaktionen die Nase vorne

Von Christina Weniger

Wirtschaft

Ihre Rolle als Global Player konnten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erneut untermauern. Zwei LeasingTransaktionen in den USA und Kanada brachten den ÖBB einen Nettobarwertvorteil von rund | 200 Mill. Schilling.


Gegenstand der Transaktionen war "Rollendes Material" (Loks, Güter- und Personenwaggons) im Wert von 4,1 Mrd. Schilling, betonte ÖBB-Vorstandsdirektor Fritz Proksch gestern in einer

Pressekonferenz. In den USA werde dies jedoch aufgrund der US-Fiskalpläne wahrscheinlich das letzte Leasinggeschäft in dieser Form (lease/lease back) sein. Man sei aber auch für die Zukunft

optimistisch, es werde sich bestimmt wieder "ein Schlupfloch" finden, sagte Proksch. Auch der kanadische Markt erweise sich für "sale and lease back"-Geschäfte als immer schwieriger. Für beide Cross-

Border-Leasing-Transaktionen konnte der amerikanische Großkonzern für Büroautomatisation und Postverteilung, Pitney Bowes bzw. Pitney Bowes Canada, als Investor gewonnen werden.

Aus den nun insgesamt zehn Leasing-Transaktionen konnten die ÖBB rund 1,9 Mrd. Schilling lukrieren. Bei allen Transaktionen werde streng auf die Absicherung sämtlicher Risikofaktoren geachtet, sagte

Proksch. Die Leasing-Güter sind weiterhin in der Bilanz enthalten und werden von den ÖBB uneingeschränkt genutzt. Als "Advisors" fungierten bei allen bisherigen Deals die CA-Leasing sowie die

Raiffeisen Zentralbank AG (RZB).

Auch die Fachwelt reagierte auf das ÖBB-Leasing-Modell. Das Finanzmagazin "Asset Finance" verlieh den Transaktionen zum zweiten Mal die Bezeichnung "Deal of the Year".

Stolz seien die ÖBB auch auf das Ergebnis 1998, sagte Generaldirektor Helmut Draxler. Der "Schuldenrucksack" sei auf -500 Mill. Schilling geschrumpft, das EGT konnte von 300 Mill. auf rund 1,1 Mrd.

Schilling gesteigert werden.