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"buzz" startet in den Low-Cost-Flugmarkt

Von Petra Medek

Wirtschaft

Mit einem jugendlich-frischen Image will sich die neu gegründete Fluglinie buzz, Tochter der KLM, vom bestehenden Flugverkehr abheben und als erste Airline in Österreich einen Low-Cost-Markt | etablieren. 100.000 Gäste sollen im ersten Geschäftsjahr auf der Strecke Wien·London transportiert werden.


Der Turnaround wird für 2002 angestrebt, erklärte Tony Camacho, Commercial Director bei buzz. Vor allem beim jungen Publikum soll das Low-Cost-Konzept punkten. Die Idee ist denkbar

einfach: buzz bietet keine pauschalen Dienstleistungen, statt dessen sucht sich jeder Fluggast die passende Tarifklasse aus und kauft je nach Bedarf Dienstleistungen wie Essen und Trinken hinzu.

Eine Mahlzeit, bestehend aus Hauptgang und Dessert, schlägt sich allerdings mit satten 155 Schilling zu Buche. Nichts für Zartbesaitete also, zumal die Kreationen des britischen Caterers

kontinentalen Gaumen ziemlich eigenartig anmuten.

Gewöhnungsbedürftig ist auch das ticketlose Fliegen: Bei der Buchung erhält der Passagier lediglich eine Servicenummer, die beim Check-In bekannt gegeben wird. Die Buchung selbst erfolgt

telefonisch (01/795-67-79-77) oder übers Internet (www.buzzaway.com), wo man bis spätestens zwei Stunden vor Abflug ein Ticket erstehen kann.

Wer den Zeitpunkt seines Rückfluges kennt und zumindest zweimal an der Zieldestination nächtigen will, ist mit der günstigsten Variante, dem "Done Deal", gut bedient. In dieser Tarifklasse sind bei

buzz Flüge von Wien nach London Stansted und retour bis 25. Jänner 2000 (Reisezeit bis 30. April 2000) für 1.800 Schilling zu haben. Wer sich bezüglich Reisezeit und Aufenthalt nicht

festlegen kann oder will, bucht bei buzz den "Open Deal", der allerdings bis zu 4.000 Schilling für die gleiche Strecke kosten kann. Fazit: Ein zukunftsträchtiges Airline-Konzept bei

flexiblen und spontanen Fluggästen.