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CeBIT eröffnet mit Ballmers Visionen

Von WZ Online

Wirtschaft

Die Computermesse CeBIT hat heute in Hannover begonnen. Sie ist heuer einen Tag kürzer als bisher und hat eine neue Struktur mit drei Säulen bekommen. Von den Rednern bei der Eröffnungsfeier überzeugte vor allem Microsoft-Chef Steve Ballmer, der von einer "fünften Revolution" im Computerbereich sprach.


Die neu geschaffenen Bereiche richten sich an die wichtigsten Anwendergruppen der IT: Business Solutions sollen Unternehmen Fragen zum Beispiel zu Software und Dienstleistungen beantwortet werden, Public Sector Solutions zeigt Lösungen für öffentliche Verwaltungen, und bei Home & Mobile Solutions werden Produkte für das private Leben vorgestellt. Die größte Halle 1, in der die CeBIT einst begann, bleibt diesmal geschlossen.

Die Zahl der Aussteller sank im Vergleich zum Vorjahr um etwa fünf Prozent auf gut 5800, die Ausstellungsfläche um mehr als zehn Prozent auf rund 240.000 Quadratmeter.

Microsoft-CEO Steve Ballmer erklärte, er habe "vier Computer-Revolutionen erlebt" und mache nun die fünfte mit. Als bisherige Umwälzungen nannte er die Verbreitung von PCs, grafische Benutzeroberflächen, die massenhafte Nutzung des Internets und das interaktive Web 2.0. Auf der Basis von Breitbandverbindungen und quasi unbeschränktem Speicherplatz erwartet Ballmer Systeme, die mit gesprochener Sprache und mit Gestik bedient werden.

Von neuen Technologien und der entsprechenden Software erwartet sich Ballmer die Lösung globaler Probleme wie Klimawandel und den Zugang zur Bildung für Millionen Menschen, die bis dato davon ausgeschlossen sind. Das gerade diese Schichten keinen Zugang zum Internet besitzen, ließ er geflissentlich unter den Tisch fallen. Die technischen Veränderungen "werden die menschliche, soziale Interaktion verändern und Computer viel nützlicher und persönlicher machen", formulierte Ballmer sein Credo.