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CEE fängt RZB-Geschäft auf

Von Christina Mondolfo, Semmering

Wirtschaft

Auch die Raiffeisen Zentralbank (RZB) spüre die gedämpfte Konjunktur, doch sei es nicht so schlimm wie in Deutschland, sagte RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner vor Journalisten am Freitagabend am Semmering.


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Aufgefangen werde das Geschäft durch den Erfolg in Zentral- und Osteuropa (CEE). Dort sei nicht nur das Wirtschaftswachstum höher (2,2% BIP-Wachstum gegenüber 1,2% im Euroraum und 0,6% in Österreich), sondern auch das Kreditausfallsrisiko sehr niedrig. Außerdem werde noch heuer die zweite Tranche der Kapitalerhöhung mit einem Betrag von 171 Mill. Euro fließen. Sie werde bis 2006 reichen, so Rothensteiner weiter.

Dennoch werde das Ergebnis heuer leicht unter dem Wert des Jahres 2001 liegen. Besonders die Rückstellungen für die EU-Strafe in Höhe von 30 Mill. Euro wegen der Zinsabsprachen (Lombardklub) werde sich in der Bilanz niederschlagen. Das Verfahren werde aber mindestens bis 2004 laufen.

Befragt nach den Wünschen an den künftigen Finanzminister betonte Rothensteiner, dass sich an der Vergebührung der Kreditverträge etwas ändern müsse, ebenso bei der Besteuerung der technischen Reserven. Außerdem müsste dem "Herumdoktern" am Bankgeheimnis ein Ende gesetzt werden. Der RZB-Chef zeigte sich weiters überzeugt, dass der Aktienanteil von 60% bei den Vorsorgeprodukten zu hoch sei und daher gesenkt werden müsse. Um den Anteil der heimischen Aktienbesitzer zu erhöhen, wünsche er sich außerdem eine direkte steuerliche Förderung für den Aktienkauf.