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Christus, Che und Chávez

Von Alexander U. Mathé

Politik

Venezolanischer Chef-Ideologe auf Besuch in Wien. | Wien. Venezuela rührt die Werbetrommel. Rechtzeitig vor den Präsidentschaftswahlen am 3. Dezember macht der ehemalige Vizeaußenminister William Izarra eine Tour durch Europa. Ziel ist es, das seiner Meinung nach in den Medien teilweise falsch portraitierte Land ins rechte Licht zu rücken. Am Freitag war der Leiter der venezolanischen Zentren für Ideologische Bildung in Wien.


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"Wir sind keine Diktatur und bei uns herrscht absolute Pressefreiheit", wurde Izarra nicht müde zu betonen. Hintergrund ist wohl die Furcht, der Intimfeind USA könnte einen Wahlsieg des amtierenden Präsidenten Hugo Chávez als irregulär bezeichnen.

Auf die Frage wie die venezolanische Regierung einzuordnen sei, sagte Izarra, dass es kein Modell gebe, das dem Sozialismus des 21. Jahrhunderts nahe komme, wie ihn Venezuela derzeit betreibe. "Europa denkt noch immer wie im 20. Jahrhundert. Wir sind bereits viel emanzipierter." Als ideologische Leitfiguren nannte Izarra Jesus Christus, Simón Bolívar, Che Guevara und - natürlich - Hugo Chávez.