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Cup-Kaltstart im verzerrten Bewerb

Von Christian Mayr

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Zumindest holprige, gefrorene Plätze mit meterhohen Schneehaufen an den Seitenlinien gibt es diesmal nicht. Hätte durchaus sein können, wenn nicht schon in weiten Teilen des Landes der Frühling Einzug gehalten hätte - denn eine Rasenheizungspflicht gibt es im Cup für Nicht-Oberhausklubs bekanntlich nicht. Glück gehabt, kann man da nur sagen, schließlich wurden die bevorstehenden Cup-Viertelfinal-Termine (9./10. Februar) bereits vergangenen Sommer so angesetzt. Auch wenn Wetter-Unbill ausbleibt, aus einem gewichtigen Grund hätten diese Cup-Duellen nie an einem so frühen Februar-Termin angesetzt werden dürfen. Denn während etwa die Austria und Mattersburg bereits ein Bundesliga-Spiel in den Beinen haben, müssen ihre Cup-Gegner aus der zweiten Spielklasse noch ganze 17 Tage auf den Anpfiff der Frühjahrssaison warten. Denn für den Lask und St. Pölten beginnt die Meisterschaft erst am 26.Februar. Und da sich beide noch große Chancen auf den Meistertitel und somit den Aufstieg ausrechnen dürfen, kann man sich ebenfalls ausrechnen, welchen Stellenwert dieser Kaltstart in Form des Cup-Viertelfinales mitten in der Vorbereitung für sie haben wird. Mit ein Grund für diesen Vorteil der Bundesligisten ist übrigens die Fußball-EM: Da sich Österreich bekanntlich für Frankreich qualifiziert hat, wurde der Frühjahrsstart im Oberhaus um eine Woche vorverlegt. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Klubs wie die Austria, die im Cup den schnellsten und direktesten Weg Richtung Europacup-Geschäft sehen. Und da beide Erste-Liga-Klubs auswärts antreten müssen, verspielt der Cup auch noch seinen wohl größten Reiz: Wer Klein gegen Groß benachteiligt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Cup seiner Attraktivität beraubt wird.