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Da bleibt einem doch die Luft weg

Von Christoph Rella

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Normalerweise hält es nur Harry Potter so lange unter Wasser aus. Als die Wienerin Viktoria Dittes unlängst bei der Apnoe-EM (ja, die gibt es wirklich) in Antalya untertauchte, sollte sie erst 7:30 Minuten später wieder an die Wasseroberfläche zurückkehren. Die 33-Jährige sicherte sich damit nicht nur den Titel, sondern stellte auch gleichzeitig einen neuen Frauen-Weltrekord im Luftanhalten ein.

Nun, vom sportlichen Standpunkt aus gesehen, war das vielleicht eine solide Leistung. Wirklich publikumstauglich und damit für die Öffentlichkeit interessant war dieser Tauchtrip nicht. Was wohl auch erklärt, warum der Titelkampf an die türkische Riviera ausgelagert wurde. Denn für eine Schwimmarena in Mitteleuropa mit tausenden Sitzplätzen wäre das Spektakel schlichtweg zu fad. Man stelle sich vor: Zuerst winkt Dittes ihren Fans noch zu - und verschwindet für geschlagene siebeneinhalb Minuten von der Bildfläche. Kein Jubel, kein Klatschen, keine Emotion. Nur das sanfte Schlagen der Wellen.