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Da liegt der Trüffel begraben

Von Christina Böck

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Wenn nichts mehr geht außer Fußball, dann gehen immer noch süße Hunde. Wobei die Hunde, die auf Vox den "VIP-Hundeprofi" brauchen, nicht gerade mit ihrer Putzigkeit punkten. Diese Sendung ist das "Saturday Night Fever" unter den Tier-Realityshows. Obwohl, das stimmt so nicht. Hier ist sogar weniger von "Bitches" die Rede - und am Schluss ist mitunter der eine oder andere klüger geworden. Etwa der Labrador des Beautychirurgen, der mit schöner Regelmäßigkeit seinem Herrchen in den Pool nachspringt, um ihn zu retten. Er will ihn zum Beispiel auch vor seinem Cornetto-Eis retten - dieser Labrador ist extrem empathisch. Das hat ihm Hundeprofi Martin Rütter jetzt ausgetrieben. So wie er dem Mops einer blonden Moderatorin ausgetrieben hat, im Auto wie eine kaputte Alarmanlage zu quietschen. Der fürchtet sich halt jetzt leise zu Tode.

Der Hundeprofi ist ein Fernsehphänomen der letzten Jahre. Die Menschen schauen ihm so gern beim Disziplinieren zu, dass er mittlerweile ganze Stadien füllt. Klingt bedenklich, ist aber noch nicht das TV-Phänomen, das am meisten zum Grübeln bringt. Da wäre nämlich noch die mysteriöse "Two and a half men"-Schleife: Es gibt zwar an die 200 Folgen dieser Serie, aber doch sieht man immer nur gefühlte drei davon. Platz eins der Liste der grusligen TV-Phänomene ist allerdings das kreative Deutsch der Puls4-Moderatoren. Der Gewinner bekommt einen Grammatikduden, in dem restlos geklärt wird, wie das mit den richtigen Artikeln so ist. Und dass es nicht "der Trüffel" heißt.