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Dabeisein darf diesmal nicht alles sein

Von Tamara Arthofer

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Tamara Arthofer
Tamara Arthofer ist Sport-Ressortleiterin.

Standard Lüttich, Elfsborg, Esbjerg - ohne überheblich zu klingen: Aber ein Klub mit dem Anspruch Red Bull Salzburgs ist in dieser Europa-League-Gruppe beinahe zum Aufstieg verdammt.

Und selbst Rapid hat trotz programmierter Formschwankungen wegen des jungen Kaders, trotz des klaren Favoriten Dynamo Kiew eine Chance, gegen die anderen Gegner Genk und FC Thun zu bestehen und in die K.o.-Runde zu kommen. Fanherz, was willst du mehr? Na gut, da wäre noch die Sache mit der Austria. Die hadert noch immer ein bisschen mit der Auslosung. Da schafft es einmal ein österreichischer Klub in die Champions League, und dann wird’s nichts mit Duellen gegen Real Madrid, den FC Bayern - ja nicht einmal Chelsea, Milan oder Dortmund. Dabei hat so manch einer schon öffentlich vom Leiberltausch mit Iker Casillas geträumt. Dass derartige Souvenirs ja gut und schön sind, es im Fußball aber doch ums Spielen und - möglicherweise sogar - Gewinnen geht, kann man in der Hitze des Gefechts schon mal vergessen. Und ehrlich: Gewinnen wird eh schon gegen den FC Porto, Atlético Madrid und Zenit St. Petersburg nicht gerade die einfachste Übung. Den einen oder anderen Punkt zu holen, wäre schon eine kleine Sensation.

Die Austrianer haben nun die klitzekleine Chance auf diese Sensation, können im Schaufenster Europas spielen und versuchen, Fußball-Österreich würdig zu vertreten. Stattdessen ärgert man sich unverhohlen über die verpassten Duelle mit den ganz Großen - und fürchtet nun sogar insgeheim, das Happel-Stadion nicht füllen zu können. Dabei wäre das die weit größere Blamage, als keine Punkte zu holen. Mit ihren Reaktionen auf die Auslosung hätten es sich die Verantwortlichen sogar ein bisschen selbst zuzuschreiben.