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Darabos verspricht Kroatien Unterstützung bei EU-Beitritt

Von WZ Online

Europaarchiv
Darabos und Mesic: Kroatien muss auf den Gebieten Justiz und Kriminalitätsbekämpfung noch Fortschritte machen.
© BMLVS

Zagreb. Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos (S) ist am Donnerstag vom kroatischen Staatspräsidenten Stjepan Mesic in Zagreb empfangen worden. Darabos lobte dabei die "großen Fortschritte" Kroatiens bei der Umsetzung der für einen EU-Beitritt nötigen Reformen, mahnte aber zugleich zusätzliche Anstrengungen ein.


"In so wichtigen Bereichen wie Justizwesen oder Bekämpfung von Korruption und Kriminalität muss noch einiges getan werden", sagte Darabos. Der SPÖ-Politiker versicherte dem kroatischen Präsidenten, dass "Österreich den positiven Abschluss der Beitrittsverhandlungen (Kroatiens, Anm.) zum frühest möglichen Zeitpunkt unterstützen wird".

Nach Meinung von Darabos, der mit Mesic auch über den slowenisch-kroatischen Grenzstreit und die sicherheitspolitische Entwicklung in Südosteuropa sprach, ist die EU-Beitrittsperspektive die wichtigste Grundlage für die Stabilität in der Region.

Darabos sagte weiter, dass Österreich seine militärische Präsenz im Rahmen der Friedensmissionen im Kosovo und Bosnien-Herzegowina aufrecht erhalten wolle. "Wir dürfen diese Region nicht aus den Augen verlieren", sagte der Verteidigungsminister, der auf EU-Ebene vehement gegen eine Auflösung der EUFOR-Mission in Bosnien-Herzegowina aufgetreten ist. Diese Mission dürfe erst beendet werden, "wenn die Zeit dafür reif ist", betonte Darabos.

Bereits am Mittwochabend war Darabos in seiner Funktion als Sportminister mit seinem Amtskollegen Radovan Fuchs zusammengetroffen. Die Themen des Arbeitsgespräches waren die Anti-Doping-Politik und die Sportförderung.

In Montenegro, der nächsten Station von Darabos, sind Gespräche mit Ministerpräsident Milo Djukanovic und Verteidigungsminister Boro Vucinic geplant. Darabos wird in Montenegro auch eine Alpinausbildungsanlage eröffnen, die mit großer Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres aufgebaut worden ist.

Ziel der Südosteuropa-Reise ist die Stärkung der bilateralen Beziehungen in der Region. Südosteuropa ist das Schwerpunktgebiet der österreichischen Außen- und Sicherheitspolitik.